KirchGemeindePlus: Der Kirchenrat plant einen radikalen Umbau der Landeskirche

 

Im Mitteilungsblatt vom 26.082016 wurde ein Artikel von Hans Bosshard zum Projekt Kirchgemeinde Plus veröffentlicht. Er erwähnt darin auch die Tagung der Synode vom 5.Juli 2016, wo der aktuellste Bericht des Kirchenrates diskutiert und zur Kenntnis genommen wurde. An dieser Stelle wollen wir Ihnen die erwähnten  Dokumente einfach zugänglich machen und weitere Infos mitgeben.

Bericht des Kirchenrates zu Handen der Synode vom 5. Juli 2016

Bericht des Kirchenrates, der von der Synode im September 2015 zurückgewiesen wurde

Artikel zu KG+ im internen Mitteilungsblatt "notabene" der Landeskirche ZH

Web Seite zum Projekt KG+

Zum Projektstart von KG+

 

 

Bericht über den regionalen Gottesdienst zum Reformationssonntag vom 1. November 2015 in Adliswil

Positive Zeichen für eine gemeinsame Zukunft

Über hundert Besucherinnen und Besucher aus den Gemeinden Kilchberg, Langnau, Adliswil und Rüschlikon (kurz aus den KLAR Gemeinden) versammelten sich am Sonntag, 1. November  anlässlich des Reformationssonntags in der  Kirche Adliswil. Der Regionale Gottesdienst stand im Zeichen einer gemeinsamen Zukunft der vier Kirchgemeinden.

von René Kummer

Das festliche Eingangsspiel, eine Sonata des italienischen Komponisten Gaëtano Felice Piazza, stimmte die Anwesenden  auf den zweiten gemeinsamen regionalen Gottesdienst zum Reformationssonntag ein. Die beiden Organisten, Christian Scheifele, Rüschlikon, an der Orgel und Martin Rabensteiner, Adliswil, am Flügel zeigten an den beiden Instrumenten auf einprägsame Weise, wie mit Tönen ohne Sichtkontakt ebenso wertvolle wie tief greifende  Dialoge geführt werden können. In dieser Situation, Gespräche, Dialoge  führen und  aufeinander Zugehen,  befinden  sich zurzeit die vier KLAR Gemeinden.  Eine treffendere Eröffnung des Gottesdienstes, als diese symbolhafte Musik, hätte wohl kaum gefunden werden können.

Entwurzelt? Verwurzelt!
Darauf  gestalteten die vier Pfarrpersonen, Sibylle Forrer, Kilchberg, Anita Schomburg, Langnau, Ralf Miller, Adliswil und Martin Bieler, Rüschlikon, die eindrückliche Morgenfeier die unter der Überschrift ‚Entwurzelt? Verwurzelt!’ stand.

Der von Anita Schomburg und Martin Bieler gehaltenen Dialogpredigt lag der von Sibylle Forrer vorgetragene Text aus Matthäus Kap. 13 Vers 45 zugrunde. Jesus vergleicht darin das Himmelreich mit einer wundervollen Perle, die ein Kaufmann sucht und als er sie endlich findet, verkauft er all sein Hab und Gut, um die Perle zu erstehen. Die beiden Pfarrer sehen in der Perle unsere Kirchgemeinden in denen wir beheimatet und verwurzelt sind. Sie sind uns allen wertvoll und kostbar, wie die vom Kaufmann gefundene Perle. Es gelte aber dennoch im Zuge des aktuellen Reformprozesses schrittweise aufeinander zuzugehen, um wertvolles Neues in den anderen Gemeinden kennen zu lernen, ohne deswegen das lieb gewordene christliche Leben der  Heimatgemeinde aufzugeben. Pfarrer Miller dankte abschliessend den zahlreichen Helferinnen und Helfern aus den KLAR Gemeinden, die mit viel Engagement  zum guten Gelingen des Gottesdienstes beigetragen hatten.  Die Morgenfeier fand ihren Abschluss  mit dem  eindrücklich gestalteten Abendmahl.  
Anschliessend versammelten sich die Gottesdienstbesucherinnen und –besucher vor der Kirche. Auf einem geeigneten Platz wurde dort von den vier Pfarrpersonen als Zeichen der Verbundenheit unter den vier Gemeinden ein junges Apfelbäumchen gepflanzt. In den kommenden Wochen wird dies auch in den übrigen drei Gemeinden geschehen. Beim abschliessenden Apéro im Kirchgemeindehaus war Gelegenheit zu Gesprächen mit Menschen aus den vier KLAR Gemeinden geboten. 

Der «Chile-Kafi» soll in der Kirchgemeinde bleiben
Diskussionrunde über den Sommer-Kanzeltausch vom 2. September

 

Fotobericht von V. Schwizer

Weiterdenken, den Kanzeltausch vom Sommer auswerten und Ideen entwickeln: Dies war das Ziel des Gesprächs im reformierten Kirchgemeindehaus in Kilchberg, zu dem die Kirchenpflege vorgestern eingeladen hatte.

Kirchenpflegepräsident Peter C. Maier nahm den Kanzeltausch vom vergangenen Sommer gerne zum Anlass, um die Basis zur Diskussion einzuladen. Zwar kamen nur knapp 20 Personen, die aber engagiert diskutierten: Neben den Kilchberger Behördenmitgliedern waren einige ältere Personen sowie der Kilchberger Pfarrer Martin Keller und die Adliswiler Pfarrerin Marion Moser zugegen. Zwar gehören neben Kilchberg und Adliswil auch Langnau und Rüschlikon zu den KLAR-Gemeinden, die eine nähere Zusammenarbeit überlegen. Von Langnau und Rüschlikon waren aber keine Vertreter anwesend, da sie sich zuerst intern näher besprechen wollten.

Anregender Kanzeltausch
Der Kanzeltausch, wo Pfarrpersonen nicht nur in der eigenen Kirche, sondern in einer der vier andern Gemeinden predigten, kam für alle Anwesenden «erfrischend und inspirierend» daher. Pfarrerin Marion Moser meinte aber, dass Adliswil für die Evaluation des neuen Angebots noch länger brauche. Man wolle noch weitere Gottesdienste dieser Art erleben, um sich dann ein Bild zu machen. Generell seien während den Feiern mit Kanzeltausch wenige Kirchenbesucher anwesend gewesen, was aber in der Ferienzeit nicht überraschte.
Die älteren Leute in der Runde plädierten sehr für das Beibehalten des Gottesdienstes am Sonntagmorgen in der eigenen Gemeinde: Sie seien es so gewohnt und schätzten die religiöse Nahrung besonders an diesem Tag. Sie zeigten sich aber aufgeschlossen und entwickelten bereits Ideen, falls der Sonntagsgottesdienst in Kilchberg in Zukunft sporadisch ausfallen sollte. Man könnte im «Sanitas» - wie sie ihr Spital immer noch nennen – den Gottesdienst besuchen, das «Wort zum Sonntag» oder die «Sternstunde» im Fernsehen anschauen oder sich beim «Chilekafi» treffen und zum Beispiel einen Psalm lesen. Die sonntägliche Runde könne durchaus von Freiwilligen betreut werden. Einig war man sich: Der «Chilekafi» muss als sozial-vernetzendes  Angebot gerade für ältere Menschen an Ort bleiben, das sei wichtig.

Finanzielle Überlegungen 
Kirchenpflegepräsident Peter C. Maier meinte, dass finanzschwache Kirchgemeinden aufgeschlossener für ein Zusammengehen mit andern seien, weil sie davon profitierten.
Kilchberg gehöre aber zu den finanzstarken Gemeinden, könne also von einer Position der Stärke aus argumentieren und müsse sich demnach nicht nach Stützen umsehen. Die Kirchgemeinde sei aber trotzdem zu einer Zusammenarbeit mit andern bereit, wenn diese Sinn mache. Genannt wurden dafür etwa die Rechnungsführung sowie die administrativen Bereiche. Die Seelsorge gehöre aber in die Gemeinde, betonte Pfarrer Martin Keller, wobei er besonders den älteren Gemeindemitgliedern aus dem Herzen sprach.
Peter C. Maier gab zu bedenken, dass der Kanzeltausch aber noch kein Sparpotential brachte, da die Predigten ja nicht ausfielen, sondern einfach woanders gehalten wurden. Einig war man sich, dass gespart werden müsse, um der reformierten Kirche in Zürich das Überleben zu sichern. Auf der Suche nach Ideen, wo der Rotstift angesetzt werden müsse, blieb es aber ruhig in der Runde.

Wichtige Kommunikation
Pfarrerin Marion Moser gab weiter zu bedenken, dass die Kommunikation in Sachen Reform und vermehrter Zusammenarbeit (KirchgemeindePlus) gar nicht so einfach sei. Es müsse die richtige Gruppierung und die richtige Ebene für ein Thema gefunden werden: Muss eine Sache von der zwölfköpfigen KLAR-Gruppe, die aus je einer Person aus der Kirchenpflege, der Mitarbeiter- und der Pfarrschaft der vier Gemeinden beantwortet werden? Oder ist die Basis der eigenen Gemeinde, der Pfarrkonvent oder der Kirchenrat zuständig? Die strukturellen Fragen waren aber nicht die einzigen, die am Diskussionsabend ungeklärt blieben. Einig waren sich aber alle, dass man gemeinsam Schritt für Schritt die reformierte Kirche der Zukunft bauen wolle.

Viviane Schwizer   //       (Hier gehts zum Grundlagendokument der Sommerkanzeltausche)

KirchGemeindePlus

 

Mit dem Projekt KirchGemeindePlus möchte der Kirchenrat neue Formen für ein vielfältiges kirchliches Leben finden. Er reagiert dabei auf verschiedene Entwicklungen wie z.B.: 

  • die rückläufigen Mitgliederzahlen in der reformierten Landeskirche
  • oder die starke Individualisierung und Pluralisierung in unserer Gesellschaft mit sinkender Bereitschaft für feste Engagements.

Er räumt dabei Gemeindezusammenschlüssen die grössten Chancen ein, sein Anliegen zu unterstützen.

In einer Dialogphase von März 2013 bis Anfang 2014 wurden Anliegen und Ideen gesammelt und diskutiert. So waren auch die jährlich stattfindenden 'Kappeler Kirchentage' für die Kirchenpflegen und weitere Interessierte im Januar 14 diesem Thema gewidmet.  Ausgelöst wurde das Projekt 2012 durch ein Postulat in der Kirchensynode, eingebracht von Kurt Stäheli, Marthalen. Im Weinland kämpfen einige sehr kleine Kirchgemeinden darum ihre Angebote weiter erbringen zu können. Die ausführliche Antwort des Kirchenrates können Sie hier lesen.

Ferner finden Sie unter folgendem Link den Projektauftrag KirchGemeindePlus.
Das ganze Projekt wird begleitet mit einer eigenen Website: http://www.kirchgemeindeplus.ch

Bezirk Horgen

Am 16. November 2013 fand ein 'Bezirkstag Horgen' mit ca.100 Teilnehmern im Kirchgemeindehaus Kilchberg statt. Dies war sozusagen der 'Kick-off' für die Kirchgemeinden unserer Region. Daraus resultierte ein Grundsatzpapier und eine Vorbereitungsgruppe 'KG+ Bezirk', deren Aufgabe es ist, die an diesem Tag entwickelte Idee einer Einheitskirchgemeinde weiterzuverfolgen. In dieser Gruppe arbeitet auch unser Präsident Peter C. Maier mit. Nach mehreren Sitzungen dieser Gruppe erging im Mai ein Vorschlag einer Projektorganisation für die weitere Arbeit an die Präsidenten der Kirchenpflegen im Bezirk.

Wichtig ist, dass unsere Zukunft nun möglichst breit im Thema und auch vom Kreis der Beteiligten her bearbeitet und abgestützt wird. Entschieden ist noch nichts und am Ende haben sicher die Mitglieder unserer Kirchgemeinden das letzte Wort.

Doch nicht nur reden, sondern auch handeln, sprich ausprobieren ist angesagt. So haben die Gemeinden Adliswil, Kilchberg, Langnau und Rüschlikon den Reformationsgottesdienst am 2. November 2014  gemeinsam in Kilchberg gefeiert.

Im Sommer 2015 wurde der Sommerkanzeltausch durchgeführt. Zeitweise fand der Gottesdienst nicht am Sonntag statt, sondern am Samstagabend um 17.30 Uhr, manchmal von einer auswärtigen Pfarrperson gehalten.

 

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